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Freitag, 24. Mai 2013

Naturerlebnispfad im Ohlstädter Boschet

b i l d e r b u n t  *     Wunderschön ist es hier
                                                     Naturerlebnispfad im Ohlstädter Boschet

Klein aber oho ...

Klein, aber fein ist das Motto des neuen Erlebnispfades im Ohlstadter Boschet. Mit Informationstafeln und drei Erlebnisstationen können die Besucher das Weidegebietund sein Umfeld kennenlernen.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine einfache Weidefläche. Die Gemeindeweide, die schon seit 1929 vom Ohlstadter Gemeindenutzungsrechtlerverband bewirtschaftetwird, wurde vor einigen Jahren als NATURA-2000-Gebiet ausgewählt. Mit diesen Gebieten will die Europäische Union ein Netzwerk von Schutzgebieten etablieren, um seltenen Arten europaweit einen Lebensraum zu bieten.
Der Naturerlebnispfad zeigt aber auch, dass die Nutzung , der Naturbesuch und das Schutzgebiet zusammenpassen können. Gerade die extensive Nutzung erhält hier am Boschet den Lebensraum: für Weidetiere, aber auch für die Pflanzen und Tiere dieser Kulturlandschaft. Schwerpunkte des Erlebnispfades sind die Vögel und die Heuschrecken als Beispiel für typische Wiesentiere.
An der interaktiven Vogeltafel kann man sein Wissen über die Vogelstimmen auffrischen. Dabei wurden Arten ausgewählt, die am Boschet regelmäßig vorkommen. Der Landesbund für Vogelschutz, der für die Gemeinde Ohlstadt den Naturerlebnispfad erarbeitet hat, hat die Flächen vorher intensiv untersucht. So hat man eine gute Chance, die erlernten Stimmen dann auch bei der Wanderung zu hören.

Die stark vergrößerten Heuschreckenskulpturen an überdimensionalen Grashalmen zeigen die Wiesentiere aus einer ganz neuen Perspektive. Die jungen Künstler der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Oberammergau haben die Tiere mit ihrem Lehrer Josef Pleier detailgetreu gestaltet. Keine leichte Aufgabe für den Ohlstadter Bauhof, das Kunstwerk naturschonend zu installieren - aber gemeinsam wurde dies sehr gut gemeistert.
Wie das Boschet entstand, seine Landschaftsgeschichte , über den Wald und die Wiesen, erfährt man bei einem gemütlichen Spaziergang zusätzlich. Auch ein Besuch der neu renovierten Boschetkapelle lohnt sich dabei unbedingt.

Weitere Informationen:
Landesbund für Vogelschutz in Garmisch-Partenkirchen
Michael Schödl (Autor des Artikels)
Telefon 08821/ 73464 Email: lbvgap@gaponline.de



Sonntag, 19. Mai 2013

Videoclip FRÜHLING / SPRING - 2

b i l d e r b u n t  *  zur Zeit ist alles Grau in Grau, leider

Hier kommt frohe Frühlingsstimmung  - mein * neuester * Clip ist fertig!
Eindrücke meiner letzten Ausflüge ins Vinschgau und vom Wank in Garmisch-Partenkirchen

 

Habt viel Spaß beim Anschauen, schöne Pfingsten, einen guten Start in die neue Woche,
und noch eine schöne Frühlingszeit!

Donnerstag, 2. Mai 2013

Frühlingsromantik - clip


  b i l d e r b u n t  *   
Frohe Blumen + Farben im grauen Wetter


Ich bringe den Sonnenschein


Mittwoch, 1. Mai 2013

2 x gezwickt,Hirnzwickerl * Extase im Frühling *


 b i l d e r b u n t  *  


Ja, ich spreche von dem entrücktem Außer-sich-geraten - Hallo, wo denkst du hin? Dachtest du an die Verzückung durch Klangschalen mittels sakraler Klangbewegungen? Nun, wenn Dich das abheben lässt, ist das eine sehr schöne Möglichkeit außer sich zu geraten. Aber lass dich dabei nicht in die Irre führen. Denn verändern wir zufällig nur ein klein wenig an den Buchstaben, befinden wir uns in der Ektasie, die Erweiterung (eines Hohlorgans)  das könnte z. B. des Nachbars Hohlkopf sein! Das Außer-sich-geraten sieht hier schon anders aus. Ekstase, Ektasie und Ejektion liegen nicht weit auseinander. Nein, das ist kein Schreibfehler, es handelt sich nur um das Ausschleudern vulkanischem Materials oder die Ausdehnung bzw. sackartige Erweiterung eines Hohlorgans, je nachdem wie sehr wir uns verschreiben.

Lasst uns auf der frohen Seite bleiben!

Im Frühling gerate ich gerne außer mich und in völlige Verzückung, wenn man das so nennen will. Meine Mundhöhle öffnet sich, die Augen werden groß, und ich lache gerne herzlich laut hinaus in die Welt und bin begeistert. Am liebsten würde ich mich unter die Vögel mischen, mit ihnen jubilieren und durch die Lüfte sausen. Also mach ich mich auf zur Vogelbeachtung. Warst du schon einmal bei einem solchem bird watching? Eine großartige Sache, sehr empfehlenswert. Außerdem lernt man interessante Vogelfreunde kennen.  

Mit einer  Truppe solch begeisterter Vogelliebhaber finde ich mich am vereinbarten Treffpunkt ein: Fräulein Tzitzi Bill, Herr Pier Spektive, Opa Grau Milan, Bi Enemaja, Paul Quappe, Kie Bitz, Wiede Hopf, Trottel Lumme, Heide Lerche, Zwerg Trappe, Papa Geitaucher, Bekka Sine,  Maris Kenohrsänger, Alexander Sittich, Manda Rinenente,
sowie Herrn Cheap Zalp.


Leichter Regen überrascht uns, doch die große Freude über die vielen Arten der Gesänge im Wald, das Getschiepe und Gepiepe, Gepfeife und Jubilieren übertönt jeglichen Missmut in unserer Gruppe. Bi Enemaja erklärt gerade die blühenden Pflanzen auf der schönen Flur, mit Kamera wird das jeweilige Objekt genauesten ins Bild genommen - während ich hellauf zu Lachen und zu Glucksen beginne, allerdings für die anderen ausgesprochen unangebracht und irritierend. Musternde Blicke von oben bis unten treffen mich schmählich. Kein Wunder, so unsachverständig wie ich mich hier offenbare. Ich bin nicht wirklich anwesend bei dieser hier doch lehrreichen Sache. Sitze stattdessen mit dem Grauschnäpper dort oben vor uns auf dem Ast, der mir gerade von seiner langen abenteuerlichen Heinmreise hierher zurück erzählte, und dem irrsinnigem Stress, den er sich jetzt mit seiner Auserkorenen Vogeldame aufgeladen hat. Ich muss mich wirklich zusammenreißen, mein ekstatisches Verhalten ist für niemanden nachvollziehbar.

Wir marschieren auf einem sehr feuchten Pfad weiter bis wir alle wie auf Kommando auf den Entsetzensschrei von Paul Quappe stehen bleiben. "Ich bitte passend im Gänsemarsch weiterzugehen, denn hier befinden sich viele kleine Krötenbabys!“  Oh! Ah! Wie? Was? Wo?  und nun? Die Gruppe marschiert wider aller Ermahnung fröhlich an der piependen Vogelwelt interessiert weiter, den Blick nach oben in die Baumwipfel geheftet, keiner hält sich daran,. Wie auch? Mann kann schließlich nicht als Hans guck in die Luft mit Fernglas bewaffnet gleichzeitig ohne umzufallen auf seine Füße starren. Nicht einmal auf Stelzen  gehen würde die Todesstatistik der kleinen dunklen Hüpfer dezimieren. Und die Vogelkinder sind schließlich auch sehr hungrig. So oder so, die Natur regelt sich von selber.

"Psssst, absolute Ruhe, ein Reh!" Ehrfürchtig bremsen wir bei diesem Kommando vor dem rotbraunem Wunder der Natur, das uns sehr misstrauisch aus dunklen Augen beobachtet. Ein paar Augen hinter dem Zaun und viele Augenpaare vor dem Zaun beglotzen sich gegenseitig.  Gottseidank auch endlich ein Stop nach schnellen Schritten. Mein Rücken schmerzt und ich hab meinen kleinen Fischerstuhl nicht dabei, um mich auszuruhen vom vielen Stehen und schnellem Gehen. Für Kreuzkranke gehbeeinträchtige Entengackerer und - Watschler wie ich einer bin, hätte ich das besser vorher bedenken sollen. Das Waldtier bestaunt die braun gemusterte Tarnkleidung des Herrn Pier Spektive. Nach der gegenseitigen Begutachtung lauscht der samtbraune Vierbeiner den nicht zu überhörenden Erklärungen von Opa Grau Milan über die Beschreibungen auf Seite 402 des Fachbuches von Flügelspannweite, Gewicht, verschiedener Halsfärbungen den unzähligen Namen der verschiedenen Flugtiere! Alexander Sittich und Bekka Sine haben sich von der Gruppe entfernt, uns rufend und Fingerzeigend einen anderen Brutplatz entdeckt. Papa Geitaucher starrt furchtsam in den Himmel auf den über uns schwebenden Greifvogel. Wie hieß der gleich nocheinmal? Das kleine Reh schreckte auf und läuft davon. Wenn ich doch nur besser aufgepasst hätte, nun habe ich mir keinen einzigen Namen gemerkt, keine Farben des Gefieders, keine Größen, Brutzeiten, Statistiken. So geht das wirklich nicht weiter. Meine Begeisterung kann doch nicht so weit gehen, dass ich mich mit allen Teilen der Natur identifiziere, und mir nichts davon einprägen kann!


Am Zielpunkt angelangt bestaunen wir nun die speziell angefertigten komfortablen Wohneinheiten meiner geliebten gefiederten Freunde. "Hunger“ tschilpt es uns von verschiedenen Chören in allen Tonlagen entgegen, aktive Brutpflege wird für uns erkennbar. Allerdings gibt es noch unseren ganz speziellen eigenen Chor, der da ekstatisch ruft "er ist wieder rein, er ist wieder raus, wieder rein, wieder raus, wieder rein, wieder raus. Jetzt ist er wieder rein, wieder raus, wieder rein und raus  ...“ Ich muss sicherheitshalber meine Hand vor den Mund halten und mich abwenden um vor Lachen nicht zu platzen. Meine Phantasie ist grenzenlos.

Glücklicherweise stehen wir alle etwas entfernt, schließlich wollen wir solche hingebungsvollen Aktionen nur beobachten. Mein hierzu wieder unpassendes "gack gack, ha ha, gack, hi hi, ha ha, gack gack ha ha“ ist wieder einmal mehr als unpassend in diesem uns umgebendem musikalischem Konzert . Wer soll das verstehen, wann reiß ich mich endlich zusammen, wann werde ernsthaft und vernünftig wie die andern? So werde ich niemals eine wahre Expertin der Vogelwelt sein können.

Will ich das? Nein, ich will das gar nicht.

Ich bin glücklich und dankbar, ein paar wundervolle Stunden 
verbracht zu haben  vor allem 
mit ebenso wundervollen Menschen


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